Die Interessengemeinschaft für Rehabilitationspflege IGRP wurde 1990 von engagierten leitenden Pflegefachleuten aus 7 grossen Rehabilitationskliniken gegründet. Ziel war von Anfang an, die Pflegefachkompetenzen in der Rehabilitation weiter zu entwickeln. Mitglied der IGRP konnten nur Kliniken werden. Da auf dem Rehabilitationsmarkt kaum spezifische Fortbildungen angeboten wurden, hat jede Klinik sich verpflichtet, einmal jährlich ein Seminar durchzuführen, an dem die andern Kliniken teilnehmen konnten. Die Tageseinnahmen wurden der IGRP überlassen, so dass kein eigentlicher Mitgliederbeitrag erhoben werden musste.
Ein wichtiges Motto der IGRP lautete "Von der Pflege - Für die Pflege". Das hiess, dass Pflegefachpersonen die Seminare organisieren und durchführen sollten - und nicht Ärzte oder andere pflegefremde Berufsgruppen.
Ein weiteres Gründungsziel war, eine Fachweiterbildung mit anerkanntem Abschluss anzubieten, die sich in der Rehabilitationsszene etabliert sollte. 1995 war die IGRP soweit und ein erster berufsbegleitender Lehrgang wurde angeboten. Dieser Lehrgang dauerte ein Jahr und wurde erfolgreich zu Ende geführt. Für den zweiten Lehrgang meldeten sich aber nicht genügend Interessenten an und dieses Engagement drohte im Sande zu verlaufen. Eine Analyse ergab, dass der Hauptgrund für das tiefe Interesse darin lag, dass dieser Abschluss zu wenig anerkannt war.
1996 erteilte die ausserordentlich einberufene GV dem Vorstand das Mandat, eine Fachweiterbildung gemeinsam mit anerkannten Bildungslehrstätten auf HöFa1-Stufe (Höhere Fachausbildung in Pflege) zu planen. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der damaligen Präsidentin Margrit Wipf führte dieses Projekt in einer schnellen und effizienten Weise erfolgreich durch. Zusammen mit dem Berufsverband für Krankenpflege SBK in Zürich wird nun seit Frühjahr 2002 eine "HöFa 1 in Rehabilitationspflege" angeboten. Diese Fachweiterbildung wird hervorragend besucht. Somit hat sich diese enorme Anstrengung gelohnt und die ausgebildeten Fachpersonen leisten in ihren Institutionen einen hervorragenden Part zur Sicherung der Pflegefachkompetenz in der Rehabilitation.
Seit 2003 sind zu den Fortbildungen auch Teilnehmende aus Nichtmitglied-Institutionen zugelassen.
Die letzte Statutenrevision, welche die GV im November 2004 verabschiedet hat, lässt nun neben Kollektivmitgliedschaften auch Einzelmitgliedschaften zu.
Die IGRP hat sich aus einer relativ geschlossenen Gruppe mit wenigen Mitgliederkliniken zu einer modernen IG weiterentwickelt und treibt ihre Idee mit neuem Elan voran.
Anfang 2009 bestand die IGRP aus 26 Kollektivmitgliedern (Kliniken) und 82 Einzelmitgliedern.